Das Deutschlandlied

Ich wollte noch weiter von Corvey erzählen. Wir haben natürlich auch das Klostergebäude besichtigt, das wie ein fürstliches Schloss gebaut ist. Es gibt ein Museum ud man kann mehrere historische Räume besichtigen. Darunter auch eine alte Küche mit einem Feuerplatz.
 
Aber am interessantesten fand ich die barocke Bibliothek mit ihren prächtigen Bücherschränken und dem Arbeitsplatz des Dichters Hoffmann von Fallersleben (1798-1874). Sein Grab ist draußen auf dem kleinen Friedhof.
 
Hoffmann von Fallersleben ist in Deutschland deswegen bekannt, weil er das „Lied der Deutschen”.geschrieben hat - also den Text, dessen dritte Stroßhe heute als Nationalhymne gesungen wird. Die meisten Deutschen kennen, glaube ich, nur diese Strophe und kaum einer weiß, dass die Melodie dazu von der älteren österreichischen Kaiserhymne "Gott erhalte Franz, den Kaiser" von Joseph Haydn stammt. Noch interessanter finde ich, das Haydn dafür möglicherweise ein kroatisches Volkslied verwendet hat. Wir haben also eine echt multikulturelle Hymne in Deutschland.

  
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Posted 2 months ago by Barbara 

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Posted 3 months ago by Barbara 

Kloster Corvey

Im Juli waren wir im Weserbergland. Dort liegt direkt an der Weser - das ist ein Fluß, der parallel wie die Elbe in die Nordsee fließt - das Kloster Corvey, das sehr alt ist. (Es stammt aus der Zeit der Karolinger und Karl der Große wurde im Jahr 800 n. Chr. gekrönt).

 In Corvey ist noch das Westwerk der alten romanischen Kirche erhalten. Ein Westwerk besteht aus zwei Türmen, die durch ein hohes Gebäude miteinander verbunden sind. Das erste Bild zeigt ein Modell der Kirche mit dem Westwerk, das zweite Ludwig den Frommen, den Gründer des Klosters, mit dem Kirchenmodell und das dritte das Westwerk selbst. Aber leider ist es nicht gut zu erkennen, weil ich gegen die Sonne fotografieren musste. Drinnen befindet sich zwischen den beiden Türmen ein hoher Raum mit romanischen Säulen. Man muss eine enge Treppe dorthin hinaufsteigen.

 Von Corvey aus wurden Missionare ausgeschickt, die das Christentum im Norden verbreiteten. Sie kamen bis nach Skandinavien. Der berühmteste Missionar war Ansgar. Er wird auch der „Apostel des Nordens“ genannt. Er ging nicht immer sanft mit den "Heiden" um, sondern griff auch mal selbst zur Axt um die Bäume eines heiligen Hains abzuholzen. Ansgar war übrigens der erste Bischof von Hamburg.

 Die Kirche und die ehemaligen Klostergebäude stammen aus späterer Zeit. In der Kirche haben mich die vielen bunten Engel beeindruckt. Im Schloss gibt es eine große barocke Bibliothek. Dort hat einst ein berühmter Dichter gearbeitet. Darüber das nächste Mal mehr.

           
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Posted 3 months ago by Barbara