Max und Moritz
Die Geschichten von Max und Moritz hat Wilhelm Busch gezeichnet und gedichtet. Er war Maler und lebte von 1832 bis 1906. Seine Bildergeschichte von den beiden bösen „Buben“ veröffentlichte er 1865 und wurde damit in Deutschland berühmt.
Hier der dritte Streich vom Schneider Böck in meinen Worten:
Im Dorf kannte jeder den Schneider Böck. Er wusste, wie man Jacken, Hosen und Mäntel nähte, und er konnte auch alles reparieren. Meister Böck machte alles. Deshalb hatte er im Dorf viele Freunde.
Aber Max und Moritz wollten ihn ärgern. Vor dem Haus des Meisters floss ein Fluss. Max und Moritz sägten heimlich – ritzeratze – die Brücke an. Als sie das gemacht hatten, hörte man sie schreien: „Komm heraus, du Ziegen-Böck! Schneider, Schneider, meck, meck, meck!!“
Immer wenn man das zu dem Schneider sagte, wurde er wütend. Schnell nahm er die Elle und lief nach draußen.Er ist auf der Brücke, da zerbricht sie, kracks!Wieder rufen die Jungen „Meck, meck, meck!“ Da ist der Schneider weg.
Zum Glück schwammen gerade zwei Gänse vorbei. In seiner Todesangst hält sich Böck an ihren Beinen fest. Sie fliegen auf und ziehen ihn an Land.
Aber das ist nicht angenehm! Böck bekam davon Bauchschmerzen. Frau Böck hat ihm ein heißes Bügeleisen auf den kalten Bauch gelegt. Das hat es wieder gut gemacht.
Bald sagten sie im Dorf wieder: Böck geht es wieder gut!!



